Zur Agentur | UX Showcase

0 Kommentare | 17. November 2016, Oliver Schmid

UX Prototyp für Kreditkartenzahlung

UX prototyp und Interaction Design für Kreditkartenzahlung

Für Kreditkartenzahlung in einer App hat die Agentur Webgarten ein Benutzerfreundliches Interaction Design und einen UX Prototypen entwickelt. Ziel war es, bei Zahlungen die Abbruchquote massiv zu senken. Unsere Gedanken dazu:

  • Keine unnötigen Abfragen wie „Halter Name“ oder „Kartentyp“
  • Automatische Erkennung des Kartentyps sowie Anzeige des passenden Logos
  • Clear field Buttons
  • Echtzeitvalidierung
  • Die aktiven Felder werden hervorgehoben
  • Dezimale Tastatur wird verwendet
  • Option zum Scannen der Karte
  • Secure Icon vermittelt Vertrauen
  • Selbstaktivierender Button
  • Frage ob die Kreditkartendaten für den nächsten Kauf gespeichert werden sollen nach der Bezalung um unnötige Ablenkung während dem Zahlvorgang zu vermeiden

Hier gibt es mehr UX Design Showcases der Agentur Webgarten

0 Kommentare | 27. Mai 2015, Oliver Schmid

Neue Bezeichnungen für den Beruf Webdesigner

Das Arbeitsgebiet des Webdesigners hat sich in den letzten Jahren stark erweitert. Neben dem klassischen Desktop werden für zahlreiche neue Geräte User Interfaces entwickelt. Dazu zählen Tablets, Smartphones, Fernseher und mittlerweile auch Uhren. Entsprechend haben sich innerhalb des eigentlichen Webdesign Bereichs neue Bezeichnungen und Berufe etabliert. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem grosse Firmen wie Apple und Google, welche für die einzelnen Teilbereiche früh spezialisierte Designer beschäftigt haben und mit ihren Applikationen auf mobilen Geräten den Begriff User Experience (UX) geprägt haben. Heute sind vor allem folgende Begriffe in Verwendung:

UX Designer

Dies umfasst den ganzen Bereich, also das ganze User Experience einer Anwendung. Es beinhaltet den Usability Bereich, User Research, UCD Analyse, Usability Testing, UI Design und Interaction Design. Wobei für die beiden letzten Begriffe meist nachfolgende Spezialisten eingesetzt werden. Der UX Designer arbeitet mir Mockup Tools, Organigrammen, FlipCharts, Bleistift usw.

Interaction Designer

In der Schweiz taucht dieser Begriff oft als Nachfolger für den klassischen Webdesigner auf. Das eigentliche Interaction Design ist dann allerdings lediglich ein sehr kleiner Teil des Aufgabengebiets. Die Hauptaufgabe besteht meist aus 90% UI Design. Gemäss Stellenbeschreibungen von Apple ist jedoch der Interaction Designer mit dem Motion Designer verwandt und arbeitet auch mit ähnlichen Tools um Prototypen zu erstellen. Er gestaltet Interaktionen, Übergänge, Animationen usw.. Ein Beispiel ist unser Prototyp für eine App. Der Interaction Designer arbeitet mit Programmen wie Pixate, Orgami, Motion usw..

UI Designer

Die meiste Zeit verbringen viele Webdesigner / Interaction Designer mit User Interface Design (UI Design). Trotzdem taucht der Begriff UI Designer bei uns relativ selten auf. Der UI Designer gestaltet die Benutzeroberfläche einer Website oder App. Er arbeitet mit Programmen wie Sketch, Photoshop oder Illustrator.

GUI oder UI? Früher wurde häufig die Abkürzung GUI verwendet, für Graphical User Interface. Während heute einfach nur von UI für User Interface gesprochen wird. Die genauen Gründe sind unklar. Möglicherweise weil UI breiter gefasst ist. Heute gehören zu einem User Interface nicht nur die grafische Darstellung, sondern auch Sound und Haptik (Apple Watch).

10 Kommentare | 11. Mai 2010, Oliver Schmid

Die besten Zitate für Webdesigner

Zitate für Webdesigner

Die Bedeutung von Zitaten

Die Bedeutung einzelner Zitate wurde mir während des Schreibens dieses Blogs bewusst. Zitate beschreiben einen komplexen Sachverhalt auf einfache verständliche Weise und bleiben in Erinnerung.

Mit wenigen Worten bringen es gute Zitate exakt auf den Punkt.

Neue Website mit Zitaten für Webdesigner

Um diese wertvollen Aussagen angemessen zu präsentieren habe ich nun eine eigene Website (Offline) erstellt. Wichtig war mir dass das Zitat im Vordergrund steht und als einzelne Seite per Link versendet werden kann. Keine Elemente sollten das Zitat stören und von ihm ablenken. Dazu habe ich den Titel und den Autor des Zitats beim Aufruf der Site verborgen. Erst nach einer Mausbewegung erscheinen diese dezent. Um auf einen „Weiter“ Knopf verzichten zu können habe ich einen Tooltip eingesetzt sowie den Link auf die ganze Fläche gelegt. Dabei kam das Javascript Framework RightsJS zum Einsatz.

Habe ich wichtige Zitate vergessen oder habt ihr eigene Zitate? Ich freue mich über eure Vorschläge.

Nachtrag: Mit dem gleichen Template habe ich eine Sammlung von Warren Buffett Zitaten aufgebaut.

8 Kommentare | 21. April 2010, Oliver Schmid

Die Zauberformel für Designer

Das Buch Visual Display of Quantitiv Information von Edward Tufte ist definitv ein Muss für jeden Webdesigner und Programmierer. Es bestätigt meine Überzeugung, dass der Design Grundsatz „Form Follows Function“ zu Schönheit führt. Edward Tufte hat die Zauberformel (data-ink ratio) für Designer erfunden. Für den intelligenten Designer durchaus zu vergleichen mit der Relativitätstheorie von Albert Einstein.

Zauberformel für Designer: Data-ink ratio

Der „data-ink ratio“ bei Chart Grafiken sollte möglichst hoch sein. Also das Verhältnis von Informationen welche Daten enthalten (data-ink) zu Informationen ohne Daten (data-junk). Erstrebenswert ist ein möglichst grosser Anteil an data-ink. Das ist die Fläche die sich verändert wenn die Daten sich ändern, es ist die nicht entfernbare Core Grafik.

Alle Elemente ohne Daten nehmen den Daten die Aufmerksamkeit. Sie lenken ab wie Tufte in zahlreichen Beispielen aufzeigt.

Ein weiteres Beispiel sah ich in einer Präsentation von Ryan Singer, ich habe es hier nachgestellt:

Einige Statements aus dem Buch von Tufte:

  • Graphical excellence is that which gives to the viewer the greatest number of ideas in the shortest time with the least ink in the smallest space
  • Above all else show the data
  • Maximize the data-ink ratio
  • Erease non-data-ink and redundant data-ink
  • Induce the viewer to think about the substance rather than about methodology, graphic design, the technology of graphic production, or something else
  • As the art bureaucracy grows, style replace content
Every bit of ink on a graphic requires a reason. And nearly always that reason should be that the ink presents new information.

Redesign einer Chart Grafik

  • Hier haben wir eine durchschnittliche Chart Grafik,
    so wie wir diese häufig antreffen.

    Redesign einer schlechten Chart Grafik

  • Die Box kann entfernt werden.

    Chart Grafik, etwas besser, aber noch nicht gut

  • Die vertikale Achse kann entfernt werden.

    Chart Grafik, noch etwas besser

  • Sogar ein Teil der Balken kann entfernt werden,
    um eine weisse Linie erscheinen zu lassen.

    Redesign Chart, jetzt schon viel besser

  • Nun können auch die schwarzen Markierungen weggelassen werden.
    Die Zahlen schieben wir näher an die Balken.

    Sehr gute Chart Grafik

  • Die horizontale Line kann auch weggelassen werden,
    da das Ende der Balken den Abschluss markieren.

    Die Perfekte Chart Grafik

Der content-pixel ratio für Webdesigner

Das Buch wurde vor 35 Jahren geschrieben. Können Webdesigner daraus etwas lernen? Ja, sehr viel sogar! Die Grundregeln sind noch immer gültig, vielleicht mehr denn je.

Für uns Webdesigner gilt aber der „content-pixel ratio“. Ink wurde zu Pixeln und Daten zu Content. Somit ist es also erstrebenswert, wenn die Fläche an Inhalt möglichst wenig „inhaltsloser“ Fläche (Dekorations Elemente) gegenüber steht. Denn jedes unnötige Element nimmt dem Inhalt die Aufmerksamkeit. Für uns heisst die Formel also:

Zauberformel für Webdesigner: Content-pixel ratio

Folgende Webdesig Regeln können wir daraus ableiten:

  • Jeder Pixel braucht einen Grund um am entsprechenden Ort zu sein. Und dieser Grund sollte immer die Darstellung neuer Information sein.
  • Lösche alle unnötigen Elemente
  • Es gibt keine gleich wichtigen Elemente. Weniger wichtige Elemente müssen schwächer dargestellt oder entfernt werden.
  • Die Inhalte müssen bereits vor der Erstellung des Designvorschlages existieren
  • Schönheit entsteht durch das attraktive Verhältnis verschieden langer Abstände. Man beachte den Goldenen Schnitt.
  • Ist man mit den Design nicht zufrieden beginnt man besser neu als dass man unnötige Dekorationselemente zufügt
  • Mache das Design für den Nutzer, nicht zu deiner Selbstverwirklichung
  • Verzichte auf unnötige Verpackungen (Boxen, Container)
Gestalte den Inhalt und nicht das „Rund um den Inhalt“

Praktische Anwendung im Webdesign Bereich

Für die Website meiner eigenen Agentur konnte ich diese Philosphy 2005 konsequent umsetzen. Technisch zwar bereits veraltet (Table Layout), das Design jedoch zeitlos und immer noch aktuell und ich sehe keinen Grund daran etwas zu ändern. Man beachte den Data-Pixel ratio auf den Subseiten wie dieser (Offline).

Leider ist solch eine radikale Umsetzung bei Kundenprojekten selten möglich. Der Kunde denkt man spare mit einem minimalen Design Aufwand oder man könne mit Rahmen, Schatten und Boxen den schwachen Inhalt kaschieren. In 90% der Fälle liegt der Inhalt aber noch gar nicht vor. Statt auf den Inhalt konzentriert man sich dann auf das „Rund um den Inhalt“.

Weitere Informationen

Bitte beachte auch meinen Blogbeitrag zur Typografie. Und wer das Buch von Edward Tufte jetzt noch immer nicht bestellt hat ist selber Schuld.

12 Kommentare | 14. April 2010, Oliver Schmid

Say no to nofollow

Gemäss Wikipedia hat Google das nofollow Tag 2005 selber eingeführt. Ziel war es, Link-Spam in Foren und Blogs zu verhindern.

Sinnvoll wäre es allenfalls um innerhalb der eigenen Website auf Seiten wie Kontakt oder Impressum zu verweisen. Leider wird es kaum so angewendet. Stattdessen wird es von fast allen verbreiteten Blog Systemen, Foren und Wikis automatisch gesetzt. Dadurch wird das Tag über kurz oder lang nichtig.

Wenn Webseitenbetreiber das Ranking bei Suchmaschinen selber zu beeinflussen versuchen kommt nichts Gutes dabei raus!

Kommentare unerwünscht

In Blogs soll das Tag die Spamer abschrecken. Nur – der durchschnittliche „schöner Beitrag“ Spamer weiss davon meist gar nichts. Somit wird kein Spam verhindert.

Was spricht gegen das nofollow Tag in Blogs?

  • Spam wird damit nicht verhindert!
  • Kommentare unerwünscht! Wer aktiv in Blogs kommentiert hat sich das bisschen „Link Juice“ verdient.
  • Das Tag nimmt guten Einträgen die verdiente Aufmerksamkeit
  • Die starke Verbreitung macht das Tag über kurz oder lang überflüssig

Leider kommt auch WordPress mit aktiviertem nofollow Tag daher. Ich hatte fast eine Stunde gebastelt um dies mittels Plugin bei diesem WordPress Blog zu verhindern.

Was mich in meiner Meinung gegen das nofollow Tag bestärkt ist die Tatsache dass die meisten erfolgreichen Blogs wie derjenige der INM AG, Wordweb oder Website Boosting dieses Tag nicht verwenden.

Linktipp

Mit der Firefox Erweiterung Quick SearchStatus lassen sich unter anderem die Links mit nofollow Tag hervorheben.

9 Kommentare | 7. April 2010, Oliver Schmid

Was ist gute Typografie?

Jan Tschichold: Typografie

Die beiden Grundpfeiler guter Typografie

Schrift und vor allem Anordnung nannte der Typograf Jan Tschichold einst die Grundpfeiler guter Typografie. Er schrieb:

„Gute Typografie ist wesentlich ein Ergebnis wohlüberlegter Anordnung. Einer ungeschickten Anordnung helfen selbst die allerschönsten Schriften nichts, aber selbst mit mittelmässig guten Schriften kann man eine gefällige Anordnung treffen.“

Heute kann dank Computer jeder typografisch tätig sein. Der Beruf Typograf ist verschwunden und damit eine Jahrhunderte alte Ausbildung. Wer heute im Bereich Typografie lernen will muss Bücher lesen!

Fehlendes Wissen

Webdesigner und Grafiker haben in der Regel hunderte von Schriften auf ihren Rechnern installiert. Oft fehlt aber das notwendige Grundwissen zu deren Anwendung.

Dies zeigt Beispielhaft die häufig unbedachte Anwendung der Schrift „Frutiger“. Diese Schrift hatte Adrian Frutiger für die optimale Lesbarkeit aus weiter Distanz entwickelt. Also ideal für Plakate und Schilder! Trotzdem wird sie immer wieder in langen Fliesstexten verwendet, ja ganzen Bücher wurden damit geschrieben. Dafür hatte Adrian Frutiger eigentlich die Univers entwickelt. Diese war die erste Schrift ohne Serifen, welche in Fliesstexten annähernd so gut lesbar war wie eine Serifenschrift.

Weitere Fehler sind unter anderem:

  • Erzwungenem Blocksatz, welcher riesige Löcher zwischen den Wörtern verursacht, und die gute Lesbarkeit behindert
  • Zahlreichen Schriften auf ein und der selben Website
  • Alles Fett geschrieben
  • Alles viel zu klein geschrieben
  • Experimente an Buchstabenabständen

Buchstaben dürfen nirgendwo beliebig dicht oder weit auseinander gesetzt werden. Niemals dürfen Kleinbuchsteaben gesperrt werden. Grossbuchstaben müssen hingegen leicht gesperrt werden.

Gute Typografie ist gutem Benehmen verwandt

Alles schreit, alles ist hervorgehoben, alles Fett! Während sich im normalen Leben gewisse Anstandsregel durchgesetzt haben herrscht gestalterische Anarchie. Optischer Lärm wohin das Auge blickt. Oft will Typografie anders aussehen als der Durchschnitt. Ungewöhnliche Anordnungen erfordern viel Können. Der Versuch, etwas zu machen, das man nicht kann, ergibt Kitsch. Typografie ist nicht geeignet für kreative Selbstverwirklichung! Sie dient einzig und allein der Lesbarkeit.

„Die Augen sind hungrig, aber oft schon vor dem Sehen satt.“
– Otl Aicher

Jan Tschichold schrieb: „Die Nachbarn stets mit fetten und „noch grösseren“ Schriften zu übertrumpfen, ist einfach unmöglich, da Grösse der Schrift natürliche Grenzen in Fläche der Anzeigen gesetzt sind und solche Wünsche der Auftraggeber noch schlimmere Schriftgrössen der Konkurrenten in der nächsten Nummer hervorrufen. Wenn alle Inserenten so lebhaft gestikulieren, sieht man keines mehr, und selbst ein wenig empfindlicher Leser wird durch ungezügelte Anzeigen abgestossen.“

Was er wohl heute über das Internet sagen würde? Es gilt: Weniger ist mehr!

„Da keiner leiser reden will als der Nachbar, schreien nun fast alle. Wünschbar ist aber, dass man nur mit Zimmerlautstärke rede, typografisch gesprochen: dass auf fast alle Halbfette verzichtet werde.“ – Jan Tschichold

Buchtipp: Jan Tschichold

Es empfiehlt sich folgendes Buch: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typografie.

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