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6 Kommentare | 18. März 2011, Oliver Schmid

Speed Optimierung für Websites

Leopard

Google hat längst bestätigt, dass die Geschwindigkeit einer Webseite nun auch ein Faktor für die Platzierung einer Website im Suchergebnis ist. Zudem hat Google eine eigene Firefox Erweiterung (Google Page Speed) für Firebug herausgegeben, welche den Programmierer bei der Optimierung helfen soll. Gut möglich, dass dieser Faktor noch an Einfluss gewinnen wird. Gemäss dem Chef Technicker der Firma Blaze Software sei Google bezüglich Geschwindigkeit absolut fanatisch.
Auch wenn der Geschwindigkeitsunterschied vielleicht nicht direkt bemerkt wird, so bleibt einem eine schnelle Website unbewusst doch in besserer Erinnerung und man besucht sie gerne wieder. Technisch gesehen braucht eine optimierte Website weniger Server Ressourcen und verursacht weniger Traffic.

Meine Erfahrung mit Speed Optimierung?

Kürzlich habe ich die Website der Webagentur Webgarten (ruhig mal testen) neu erstellt. Da Design und Inhalt übernommen wurden konnte ich mich voll auf einen sauberen, zeitgemässen und speed optimierten Code konzentrieren. Danach war die Website 2x schneller beim ersten Aufruf und 20x schneller beim zweiten Aufruf (gemessen mit PageTest). Am Server wurde nichts verändert. Hier meine Tipps:

  1. Geschwindigkeit hängt nicht vom CMS ab. Wer eine wirklich schnelle Website will muss eine Cache Erweiterung verwenden. Diese produziert regelmässig ein statisches HTML File aller Seiten. Dieses wird dann beim Aufruf der Webseite angezeigt. Dadurch wird das langsame „on the fly zusammenbauen“ der Website verhindert. Die Website wird massiv schneller und benötigt weniger Rechnerleistung.
  2. Progressive Enhancement: Nutzer neuer Browser sollen von neuen Funktionen profitieren können solange diese auf alten Browsern keine funktionalen Probleme verursachen. Ich verwende HTML5, welches einige kürzere Tags zulässt.
  3. Um unnötige Requests zu vermeiden verwende nur je ein JavaScript und CSS File. Im HTML Code sollen alle Kommentare und Umbrüche entfernt werden. Zudem sollte man das CSS komprimieren.
  4. JavaScript und CSS sollten auf der Seite nur eingebunden werden, wenn diese wirklich benötigt werden. Es macht keinen Sinn, wegen eines Formulars die ganzen CSS Anweisungen auf allen Seiten zu laden. Auch ein JS Framework wie jQuery muss nur dann geladen werden, wenn es auch gebraucht wird!
  5. Optimierung mit Google Page Speed. Einfach die Seite mit dem Plugin testen und den Anweisungen folgen. Hier kann einiger Aufwand anfallen. Alle Punkte müssen am Ende grün sein!
  6. Testen mit PageTest
  7. Überwachen mit Google Webmasters Tools

Werden die Kunden für all den Aufwand bezahlen?

Bei meiner Site habe ich wohl etwa 2 Tage für Speed Optimierung eingesetzt. Bei komplexeren Projekten kann der Aufwand sogar noch wesentlich grösser werden. Insbesondere die Cache Erweiterung kann in Kombination mit anderen Erweiterungen Probleme verursachen.
Oft findet der Kunde seine eigene Website bereits schnell, denn diese ist intern längst gecached oder die Website liegt sogar auf einem Server innerhalb des eigenen Firmennetzwerk.
Soll man den Aufwand trotzdem betreiben? Ja, ich denke man sollte es dem Kunden als Option offerieren. Will er über die Website Umsatz generieren wird er wohl künftig darum nicht herumkommen. Ist die Website nur da um die Adresse nachzuschlagen benötigt er sicher keine Speed Optimierung. Was denkt ihr darüber?

Es ist wie wenn ein Formel1 Fahrer vor dem Rennen nochmals das letzte Staubkorn entfernt. Es mag überflüssig erscheinen, aber es kann am Ende zwischen Sieg und Niederlage entscheiden.

12 Kommentare | 14. April 2010, Oliver Schmid

Say no to nofollow

Gemäss Wikipedia hat Google das nofollow Tag 2005 selber eingeführt. Ziel war es, Link-Spam in Foren und Blogs zu verhindern.

Sinnvoll wäre es allenfalls um innerhalb der eigenen Website auf Seiten wie Kontakt oder Impressum zu verweisen. Leider wird es kaum so angewendet. Stattdessen wird es von fast allen verbreiteten Blog Systemen, Foren und Wikis automatisch gesetzt. Dadurch wird das Tag über kurz oder lang nichtig.

Wenn Webseitenbetreiber das Ranking bei Suchmaschinen selber zu beeinflussen versuchen kommt nichts Gutes dabei raus!

Kommentare unerwünscht

In Blogs soll das Tag die Spamer abschrecken. Nur – der durchschnittliche „schöner Beitrag“ Spamer weiss davon meist gar nichts. Somit wird kein Spam verhindert.

Was spricht gegen das nofollow Tag in Blogs?

  • Spam wird damit nicht verhindert!
  • Kommentare unerwünscht! Wer aktiv in Blogs kommentiert hat sich das bisschen „Link Juice“ verdient.
  • Das Tag nimmt guten Einträgen die verdiente Aufmerksamkeit
  • Die starke Verbreitung macht das Tag über kurz oder lang überflüssig

Leider kommt auch WordPress mit aktiviertem nofollow Tag daher. Ich hatte fast eine Stunde gebastelt um dies mittels Plugin bei diesem WordPress Blog zu verhindern.

Was mich in meiner Meinung gegen das nofollow Tag bestärkt ist die Tatsache dass die meisten erfolgreichen Blogs wie derjenige der INM AG, Wordweb oder Website Boosting dieses Tag nicht verwenden.

Linktipp

Mit der Firefox Erweiterung Quick SearchStatus lassen sich unter anderem die Links mit nofollow Tag hervorheben.

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